Nanette Scriba
Hier und himmlisch
Gefühlvoll und poetisch

Nanette Scriba überzeugt auf der ganzen Linie

Man hat Nanette Scriba im Laufe ihrer Karriere viele Etiketten angeheftet. Von einer der feinnervigsten Song-Poetinnen des Landes war da die Rede, als eine Art deutsche Francoise Hardy wurde sie gepriesen, als kluge Beobachterin des Alltagsgeschehens. Alles davon ist irgendwie richtig, trifft den Kern. Gefühlvoll, poetisch und dabei mitunter komisch, melancholisch und kritisch, das ist die Bandbreite, in der sich die Scriba mit ihren eigenen Texten bewegt. Auch auf ihrer aktuellen CD mit dem Titel "Hier und himmlisch", ihrem insgesamt neunten Album... An Scribas Seite wiederum ihr langjähriger musikalischer Begleiter und Co-Produzent Dirk Raufeisen, der nicht nur in Jazzkreisen einen exzellenten Ruf genießt. Zur Musik: Man kann sie guten Gewissens als handgemacht, nuancenreich und kraftvoll bezeichnen. Nanette Scriba hat Stimme, hat Temperament, hat Charme, hat Ausstrahlung. Und dies alles kommt in jedem der Songs erstaunlich gut rüber. Dazu kluge Texte, teils literarisch, teils melancholisch. Immer aber ist Nanette Scriba darauf bedacht, Stimmungen beim Hörer zu erzeugen. Ein durch und durch farbiges, vielfältiges Album, das überzeugender kaum sein könnte. Und deshalb eine echte Empfehlung!

WIESBADENER KURIER

Kalte Füße und schöne Dinge

Zusammen mit dem Jazzpianisten und Multitalent Dirk Raufeisen hat sie zwölf neue Stücke eingespielt, die mal humorvoll und mal verträumt, mal mit Liebe und mal mit einer Spur Resignation den Alltag beschreiben... "Wenn Frauen zu sehr frieren" - da erfährt man, dass sich nicht jeder Mann als "Wärmflasche mit Ohren" eignet und die Sängerin zu coolen Typen, die an der Front der frierenden Zehen versagen, gleich in die Wüste schickt. In "Himmlisch" wirft sie einen romantischen Blick gen Himmel und auf das Liebesleben. Zerrissen zwischen Vertrautheit und Langeweile, der Sehnsucht nach Aufregung und Geborgenheit zeigt sie in "Zwei Seelen schlagen Krach", wie schwierig es ist, sich in einer Beziehung die Spannung zu erhalten... Sehnsuchtsvoll gibt sie sich in "Vielleicht leicht", thematisiert Trennung und Wiedersehen. Mit "Land" liefert Nanette eine Abrechnung mit der dörflichen Idylle, keck und schonungslos, provokant und gut beobachtet. Und schließlich beweist sie mit "Bonjour les belles choses", dass ihr Lebensfreude kein Fremdwort ist, dass man aus den vermeintlich kleinen Dingen des Lebens einen großen Genuß ziehen kann.

PEPPER

Sie singt einen Song von Paolo Conte, als wär's ein Stück von ihr, fädelt Signale des französischen Chansons ein und bevorzugt auch in der eigenen Gedankenwelt das fremde Vertraute: Lange bevor deutsche Pop-Sängerinnen den Alltag als Phantasie-Spielplatz wiederentdeckten, war Nanette Scriba - nach eigener Aussage "Zart im Nehmen" - darin munter unterwegs... Die Hölle, das ist immer das Andere: Aus stimmigen Momentaufnahmen formt Nanette Scriba ein Befindlichkeits-Bild. Von Frauen, für die Männer besonders gut als "Wärmflaschen mit Ohren" taugen, vom bunten Morgengrauen als "himmlischer Geschmacks-verirrung", von einem Land im Stau und einem Leben, wo sich flüchtig auf süchtig reimt. Dass Anspruch nicht erdenschwer erscheint, gibt ihrer Poesie eine besondere Gewichtsklasse. Sie hat was, diese Mainzerin...

ALLGEMEINE ZEITUNG NÜRNBERG

Es ist die "Neunte" - nein, nicht wie bei Beethoven, sondern einfach ihre neunte CD. Nanette Scriba, die Song-schreiberin und Sängerin, bittet zu zwölf neuen Songs - elf aus ihrer Feder und zusätzlich eine Coverversion, Paolo Contes "Via con me", das schwungvollste Stück des Albums. Es sind Songs, oder im besten Sinne des Wortes Chansons voller Poesie: gefühlvoll und doch bestimmt, sanft und doch entschlossen, in jedem Fall supersensibel... Nicht selten streift leise Ironie durch die gehaltvollen Texte, beispielsweise in "Wenn Frauen zu sehr frieren", einer Geschlechterbetrachtung zum Schmunzeln... Gleiches gilt für die schlichten Beobachtungen mit Satzverdrehungen und angedeutetem Reggae-Rhythmus in "Nachbarn" und den Blickwinkeln in "Land"... "Vielleicht leicht" ist ein wunderbares Lied über wechselnde Gefühle während einer Trennung und "Bonjour les belles choses" schließlich eine Liebeserklärung an die schönen Momente. Und von diesen weist das Album einige auf!

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