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Nanette Scriba
Unterwegs im Licht

Bilder Rhein-Main

Erstmals präsentiert Nanette Scriba Bilder der Region: Acrylgemälde, die urbane Szenen in Frankfurt und Wiesbaden zeigen, den Rheingau, sowie - als Triptychon - ein Mainz-Panorama, vom Kasteller Ufer aus gesehen.

Bisher hatte sie sich ausschließlich exotischen Motiven verschrieben: als sie vor fast zehn Jahren erstmals die kapverdischen Inseln bereiste, war das wie eine Initialzündung. Unter dem elementaren Eindruck des Lichts, der Farben, der Anmut der Einheimischen entstand ein vielbeachteter kapverdischer Bilderzyklus.

Nun also plötzlich, nach diesem malerischen Exkurs in die Ferne, das künstlerische Interesse am Naheliegenden: der Eiserne Steg in Frankfurt, die Skyline überm Mainufer, der Säulengang vorm Wiesbadener Kurhaus, eine Bushaltestelle am Theater, Weinberge im Rheingau - städtische und ländliche Räume, in die Nanette Scriba vereinzelte Figuren setzt, sorgfältig inszeniert, beim Flanieren, Joggen, Lagern und Lesen am Flussufer. Alltagspoetische Momentaufnahmen, leicht verfremdet, sommerliche Szenen. Auch hier spielt das Licht eine zentrale Rolle – fast wie aus Kapverde importiert. Ganz offensichtlich hat Nanette Scriba dort ein spezifisches Sensorium für die Lichtgestaltung entwickelt.

Die Farbskala ist hierzulande natürlich eine andere. Hinzu kommen die kompositorischen Möglichkeiten, die sich aus der bildnerischen Auseinandersetzung mit Stadtarchitektur ergeben: die Vertikalen der Säulen und Hochhäuser, die Horizontalen der Flussufer, die Kurven der Brücken, die Diagonalen perspektivischer Fluchten. Nanette Scriba nutzt diese Elemente ganz bewusst für eine partiell geometrisierende Bildgestaltung.

Die lichten Leinwände spiegeln die Stadt und die Menschen - an ihren guten Tagen.

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"So wird das Großstadtmilieu auf eine sehr unaufdringliche, aber dennoch präzise Art und Weise umrissen, sodass die Werke eine leichte, angenehme Atmosphäre ausstrahlen. Besonders die realistisch und naturgetreu dargestellten Personen vermitteln durch die gesättigten Farben und die Bewegung eine gewisse Dynamik und heben sich durch den Qualitätskontrast vom statischen Hintergrund ab ... Nanette Scriba gelingt es, den Charakter der Aquarellfarben und zugleich die Wertigkeit der Leinwand als traditioneller Bildträger zu wahren, indem sie sich auf eine wasserhaltige Arbeitsweise mit Acryl spezialisiert ...

Nanette Scriba bringt den Funken zum Überspringen, indem sie ihre künstlerische Kraft aus ihrer eigenen Begeisterung für den Moment schöpft. Als Rezipient fühlt man sich ihrer Sichtweise nah, als wäre man geradewegs in den Sommer der Großstadt versetzt worden."

Olivia Kalinowski